Herbst 2026
- Griechenland
- Nordmazedonien
- Albanien und ...

# 1 Erstes Ziel - Gardasee
Wir sind wieder seid dem 03.09.2026 on Tour.
Die Vorfreude war groß, dass es endlich wieder auf Tour geht. Wir wollten die Hauptferienzeit abwarten und deshalb geht es nun Anfang September los.
Am Donnerstag, 03.09.2026 gab es für mich am Morgen erst noch einen Zahnarzttermin, anschließend haben wir unseren PKW zum Unterstellen an die Scheune gebracht und von dort sind wir dann gestartet.
Unsere Reiseplanung sieht dieses Mal folgendermaßen aus, wir fahren über die Schweiz nach Italien, von Ancona werden wir mit der Fähre nach Igoumenitsa nach Griechenland übersetzen, dort wollen wir einiges sehen bevor wir dann über Albanien, Nordmazedonien auf dem Landweg uns wieder nach Hause machen.
Aber eins nach dem anderen, am ersten Tag sind wir bis an die schweizerische Grenze nach Weil am Rhein gefahren. Bei der Stellplatzsuche haben wir uns kurz verfahren und so mussten wir über den Rhein nach Frankreich fahren, um dort am ersten Kreisverkehr wieder zurück nach Deutschland zu gelangen.
Den Stellplatz, den wir vorher ausgesucht hatten, war für uns nicht passierbar, da die Durchfahrt nur 2,10 Meter breit war. Wir haben uns dann an die Straße gestellt um dort zu übernachten. Direkt hinter uns übte ein Fahrschüler auf dem Motorrad Schlangenlinien und Zielbremsungen, ich kam kurz mit dem Fahrlehrer ins Gespräch, der mir den Tipp gab, dass es ca. 300 Meter weiter hinten noch einen Parkplatz gab, wo wir Übernachten können.
Der Tipp war gut, wir standen für uns allein, allerdings war der Parkplatz ca. 150 Meter von der Autobahn entfernt und die Geräuschkulisse dadurch ziemlich hoch.
Wir entschlossen uns trotzdem zu bleiben und die Nacht dort zu verbringen. Vorher machten wir noch einen ausgiebigen Spaziergang.
Am nächsten Morgen ging es weiter an die Schweizer Grenze, da wir jetzt stolze Besitzer eines Historischen Kennzeichen sind, wollte ich in der Schweiz die Befreiung der Schwerlastabgabe beantragen. Das hat auch problemlos geklappt und wir konnten uns so ca. 60 € für die Schwerlastabgabe sparen. Danke an die Schweiz für diese Möglichkeit.
Nun ging es durch die Schweiz nach Italien zu unserem nächsten Stopp, Peschiera del Garda wo wir für zwei Nächte bleiben wollen.
Wir sind ca 9 Stunden gefahren, da es immer wieder mal einen Stau gab und dass bei gut 30 Grad ohne Klimaanlage. Als wir am Stellplatz ankamen, hat es dann auch gereicht und nach einer Dusche sind wir doch noch ins Städtchen gelaufen, um noch eine Kleinigkeit zu essen.
Auch hier hat es immer noch 30 – 33 Grad und die Nächte kühlen auch nicht richtig ab, maximal auf 23 – 25 Grad.
Man flüchtet gerne in den Schatten. Peschiera ist ganz nett anzusehen und deshalb sind wir auch nach dem Frühstück in die Altstadt gelaufen.
Wir werden am Sonntag, 06.09. weiterfahren und uns die Stadt Ferrara ansehen, dazu im nächsten Bericht mehr.
# 2 Weiter mit Zwischenstopps nach Ancona
Wir verlassen den Gardasee früher als geplant. Eigentlich wollten wir drei Nächte in Peschciera bleiben, aber der Stellplatz kostet inzwischen 29 € für 24 Stunden und Frei stehen ist am Gardasee so gut wie unmöglich.
So fahren wir nach zwei Nächten weiter und da wir noch Zeit haben, bis wir am 09.09. nachmittags in Ancona im Fährhafen sein müssen, geht es erst einmal nach Ferrara.
Ferrara hat eine schöne Altstadt die wir uns bei 32 Grad ansehen, aber nach ein paar Stunden beschließen, da der Stellplatz direkt an einer Straße liegt und auch kein Schatten vorhanden ist, dass wir weiterfahren. Als wir ins Wohnmobil zurück kamen hat es in der Wohnkabine 42 Grad. Wir fahren weiter nach Ravenna, ebenfalls eine Stadt in nähe der Adria, die es sich lohnt anzuschauen.
Zuerst suchen wir einen Stellplatz und werden auf einem großen Parkplatz fündig. Dort stehen schon einige Wohnmobile und die Parkgebühren betragen 6 € für 24 Stunden, da kann man nicht meckern. Da es schon 18:00 Uhr bei unserer Ankunft geworden ist, laufen wir nur noch ein kurzes Stück an der Straße entlang und finden dort einen Pizza Lieferservice. Wir nützen die Gelegenheit und nehmen uns zwei Pizzen mit zur Baronin und lassen sie uns schmecken.
Am nächsten Morgen machen wir uns auf in die Stadt und werden von den Sehenswürdigkeiten nicht endtäuscht. Allerdings macht einem die Hitze, wir haben wieder 32 Grad, mit der Zeit zu schaffen. Als wir am frühen Nachmittag zurück zum LKW gehen, beschließen wir kurzerhand nicht noch eine Nacht hier zu verbringen, sondern wir fahren weiter ans Meer.
Da wir noch einen ganzen Tag Zeit haben, erscheint uns das bei den Temperaturen am sinnvollsten.
Wir finden einen einfachen Stellplatz am Meer, für uns optimal, da wir autark sind und das Tolle an diesem Stellplatz ist, dass es nur 150 Meter zum Strand sind.
Es tut einfach gut ein paar Runden im Meer zu schwimmen und wir genießen das in vollen Zügen. Da an diesem Strand Steinbareren als Wellenbrecher vorgelagert sind, ist die Wassertemperatur bald wie in der Badewanne, schätzungsweise zwischen 26 – 28 Grad.
Es war die richtige Entscheidung noch an die Adria zu fahren, um dort noch entspannte Stunden zu verbringen. Nun wird es aber Zeit wieder aufzubrechen, am Nachmittag (09.09.) geht es nun zum Fährhafen in Ancona. Es ist ca. eine Stunde Fahrtzeit bis zu den Ticketschaltern, um dort alle Unterlagen für die Fähre zu bekommen. Das geht sehr schnell und so stehen wir bereits um 16:15 in der Schlange am Peer 16 um auf die Fähre zu warten.
Gegen 17:30 Uhr hat die Fähre angelegt und um die gleiche Zeit zog ein schweres Gewitter auf. Trotzdem wurde ent- und beladen, was aber ca. 2 ½ Stunden dauerte. Endlich auf dem Schiff, konnten wir unsere Kabine beziehen. Wie das halt auf den meisten Fähren so ist, sind die Kabinen sehr klein und auch nicht die saubersten. Wir haben für solch einen Fall immer unsere Hüttenschlafsäcke dabei und so lässt sich das schon aushalten.
Die Fähre benötigt für die Strecke Ancona – Igoumenitsa ca. 21 Stunden und wenn alles klappt, sollten wir am 10.09. gegen 17:00 Uhr in Igoumenitsa anlegen. Wir freuen uns schon sehr auf Griechenland und werden von dort weiter berichten.
# 3 Wir sind in Griechenland / 1. Offroad Tour
Gegen 18:00 Uhr kamen wir aus der Fähre und da Griechenland noch eine Stunde gegenüber Deutschland voraus ist, war es schon 19:00 Uhr.
Ich hatte im Vorfeld einen Stellplatz ca. 13 KM außerhalb von Igoumenitsa ausgesucht, den wir dann auch angefahren sind. Als wir ankamen, war der Stellplatz, da er sehr klein war, bereits voll, bzw. unsere Baronin war zu groß. Direkt gegenüber war ein großer Schotterplatz mit einer Slipanlage für Boote. Dort haben wir uns für die Nacht hingestellt.
Bereits beim Losfahren von zu Hause aus, blieb immer wieder das Kupplungspedal hängen und ging nicht mehr selbständig ganz heraus. In Italien wurde es dann immer schlimmer. Im Allrad Forum habe ich eine Reparaturanleitung dafür gefunden.
Nun zum Problem, der Kurzhauber hat im Fußraum eine durchgehende Holzplatte die normaler-weise nach Wegnahme der Gummimatten an mehreren Schrauben gelöst wird und dann kann man die Holzplatte herausnehmen. Das ist notwendig um die Kupplung einzustellen.
Da mir das beim Ausbau nicht bewusst war und ich dachte, dass die Platte nie entfernt werden muss, habe ich sie damals mit Alubutyl überklebt zur Schalldämmung. Das war ein großer Fehler.
Es hilft ja nichts und so haben Heike und ich nach dem Frühstück die Gummimatten entfernt und dann versucht das Alubutyl zu lösen. Da die Klebeschicht des Alubutyl so ähnlich wie Bitumen ist lässt sich das ganze sehr betteln und klebt sofort überall, wo es nicht kleben soll.
Nach einer Stunde hatten wir alle Schrauben freigelegt und konnten die Platte lösen. Das Einstellen der Kupplung ging dann zügig und der Zusammenbau ebenfalls. Das Kupplungspedal kommt bei Betätigung einwandfrei zurück und das Spiel ist auch ok.
Nur das Werkzeug muss ich zu Hause reinigen, denn dazu braucht es Verdünnung oder ähnliches,
Wir haben uns dann dazu entschlossen weiterzufahren. Es geht ins Landesinnere in die Berge, wir wollen unsere erste Offroadtour in Griechenland starten. Die Anfahrt zum Ausgangspunkt dauerte länger als geplant und so starteten wir die erste Tour erst gegen 17:00 Uhr.
Nach ca. 1 ½ Stunden waren wir über der Baumgrenze und fanden einen kleinen Stellplatz auf 1650 Meter, wo wir die Nacht verbrachten. Die Schotterstraße lässt sich gut fahren, ich habe aber Sicherheitshalber die Freilaufnaben auf 4x4 gestellt.
Es war die erste Nacht, wo wir die Zudecke beim Schlafen gerne genützt haben, denn es kühlte auf 10 Grad in der Nacht ab.
Am nächsten Morgen ging es dann noch auf 2036 Meter, für die 20 KM bis zum Baros Pass brauchten wir knapp 2 Stunden. Ab dem Pass gab es wieder Teer unter den Rädern und es ging noch einmal auf 1905 Meter nach oben.
Der Plan war über den Pass zu einer weiteren Offroad Strecke zu fahren. Als der Abzweig kam sind wir auch abgebogen, der Weg war aber wesentlich schlechter als bei der ersten Tour. Nach ca. einem KM haben wir einen Hirten getroffen und gefragt, ob wir mit unserer Baronin die Strecke bewältigen können. Der Hirte sprach nur griechisch, aber an seinem gestikulieren hat man erkannt, dass er uns eher abrät weiterzufahren. Daraufhin haben wir uns entschlossen umzudrehen und auf der Passstraße weiterzufahren. Wir kamen dann noch in ein kleines Skigebiet, wo wir eine Pause eingelegt haben.
Wir sind dann nach Ioannilia am Pamvotida See gefahren und haben uns auf einem großen Parkplatz einen Stellplatz für die Nacht gesucht.
Nach einem kleinen Spaziergang am See und in teilen der Altstadt, ging es zurück zum LKW. Plötzlich füllte sich der Parkplatz und es gab kaum noch einen freien Platz. Der Grund, gegenüber war wohl eine große Party mit lauter Musik und vielen Leuten. Die Nacht war nicht ganz so ruhig, wie man sich das wünscht.
Am nächsten Morgen ging es weiter Richtung Lefkada, dazu später mehr.
# 4 Die Insel Lefkada
Bevor es auf die Insel Lefkada geht, machen wir vorher noch einen Stopp an einer Bucht. Das ist wohl ein Hotspot für Kite Surfer, nennt sich auch Kite Club Idias. Ich habe den Stellplatz zufällig über Google Maps gefunden und gesehen, dass dort auch ein paar Camper zu finden sind.
Die Straße dorthin ist gesperrt wegen Bauarbeiten, wir konnten aber eine alternative über einen Feldweg finden. Als wir am Platz ankamen, standen da schon 4 Camper und der einzig schöne freie Platz führte durch ein Sandfeld. Hineingefahren und hängen geblieben was schon Ringsum für „bin gespannt, ob er da wieder rauskommt“ in den Gesichtern stand. Untersetzung rein und die Baronin hat sich genau dorthin durchgewühlt, wo wir sie haben wollten.
Ein Surfer aus Traunstein stand neben uns und als ich fragte, ob man hier über Nacht stehen kann, sagte er, man muss es einfach probieren, wenn die Polizei kommt, müssen wir halt weiter.
Es kam keine Polizei und wir haben eine ruhige Nacht verbracht.
Wir haben am Morgen kurz überlegt, ob wir noch eine Nacht bleiben, haben uns aber dagegen entschieden und sind weiter in die Stadt Lefkada gefahren.
Lefkada ist eine griechische Insel im Ionischen Meer, die über einen Damm mit dem Festland verbunden ist. Lefkada heißt die Insel, sowie die größte Stadt der Insel. Nach einem Einkauf bei Lidl sind wir auf einen großen Parkplatz gefahren und haben anschließend einen Stadtbummel gemacht. Als wir schon am frühen Nachmittag zurückkamen und da der Parkplatz nicht der schönste war, fuhren wir weiter.
Ich habe mir eine Route heruntergeladen, die auf Nebenstraßen über die Insel führt und wir wollten später zum Gialos Beach. Dort soll es das türkiesblaue Wasser geben, sind mal gespannt.
Die fahrt über die Nebenstraßen war sehr abenteuerlich, es war sehr eng und nicht nur einmal gab es nur noch wenige Zentimeter Luft. Als wir dann den Abzweig zum Gialos Beach nahmen, wurde es noch besser. Ich musste bestimmt in 10 – 12 engen Spitzkehren reversieren und als wir dann endlich unten waren, ging die Stellplatzsuche los.
Eine Schotterstraße geht am Strand entlang und es stehen überall PKWs und Wohnmobile um den tollen Strand zu genießen. Am Ende der Schotterstraße sah ich einen tollen Stellplatz, das Problem waren riesige Gräben und extreme Neigung der Straße auf die Länge von ca. 10 Meter. Auf der anderen Seite stand nur ein Pickup mit Dachzelt, der es wagte das Stück zu passieren. Ich bat Heike auszusteigen und mich an diesem schwierigen Stück einzuweisen. Wir haben es geschafft, aber es war sehr kritisch, da das Heck ausbrach und ich nur mit Gas geben das schlimmste verhindert habe. Nun stehen wir an einem wunderschönen Strand und genießen den Sonnenuntergang.
Beim Zurückfahren werden wir vorher versuchen die Löcher mit Steinen einigermaßen aufzu-füllen und hoffen, dass wir das Stück ohne Schaden passieren können.
Wir haben einen relaxten Tag verbracht mit einem Strandspaziergang und einem Besuch in der Strandbar. Eigentlich wollten wir auch baden gehen, aber es hatte den ganzen Tag einen teils heftigen kühlen Wind. Wir sind uns noch nicht sicher, ob wir hier noch einen Tag verbringen oder Morgen weiterfahren, mal sehen.
Wir sind noch einen Tag geblieben, da das Wetter wesentlich besser war als am Vortag. Das hat man auch an Strand gemerkt, es war richtig was los, obwohl sich das an diesem weitläufigen Strand sehr verstreut. Wir haben das Wetter auch ausgenutzt und sind noch schwimmen gegangen, es war richtig schön.
In der Nacht hat es dann plötzlich heftig geregnet und ich hatte schon bedenken, wie sich das auf unsere heikle Passage am Weg auswirkt.
Am Morgen haben wir es dann gewagt und haben die besagte Stelle passiert, es ging besser als gedacht, da sich der Sand durch den Regen gefestigt hat. Aber die Verschränkung war wieder so extrem, dass der Gummibalg am Durchgang wieder aus dem Rahmen gelöst hat.
Wir fuhren noch ganz an die Südspitze der Insel zu einem Leuchtturm, den wir zu Fuß erkundet haben. Anschließend ging es an der Ostküste wieder Richtung der Stadt Lefkada.
In der Stadt Vasiliki machten wir halt, dort gibt es einen Waschsalon, wo wir unsere Schmutzwäsche waschen und trocknen ließen. Inzwischen ist das eine ganz schön teure Angelegenheit geworden, für eine Waschmaschine voll mit Trocknen 19,- €.
Wir sind dann noch an den Stellplatz gefahren, den wir schon beim hinweg benutzt haben am Kite Club.
Wir wollen in den nächsten Tagen Richtung Peloponnese, dort gibt es bestimmt noch viele Eindrücke.
# 5 Peloponnese I
Es gibt zwei Möglichkeiten nach Patras auf dem Peloponnese zu gelangen, über die Autobahnbrücke (2,8 KM lang) oder mit der Fähre.
Wir endscheiden uns für die Fähre, da wir Zeit haben und weil es günstiger ist. Die Brückenüberfahrt kostet für uns 22 €, die Fähre 13 €.
Wir haben Glück, als wir zum Fähranleger fahren, steht die Fähre bereits da und wir können direkt darauf fahren. Kurze Zeit später geht es auch schon los und 20 Minuten später legten wir in Patras an.
Wir haben einen Stellplatz ca. 30 KM auf der westlichen Küstenseite ausgesucht um dort zu Übernachten. Als wir dort ankamen, war alles voller Autos und Menschen, wir haben vergessen, dass Wochenende ist.
Bereits zu Hause habe ich ein paar Offroad Touren heruntergeladen und aufs Navi übertragen und wir wollten ursprünglich nach der Nacht auf diesem Stellplatz eine dieser Touren fahren.
Da es noch früher Nachmittag war, beschlossen wir einen Teil der Tour zu fahren. Es ging schmale Straßen hoch auf 900 Meter. In einer kleinen Ortschaft ging es lt. GPS-Daten links in eine schmale Gasse, zuerst zögerlich, aber dann fuhren wir weiter. Es wurde immer enger, Häuserüberhänge und Äste ragen in die Fahrbahn und es ging um Zentimeter weiter. Dann parkten auf der rechten Seite zwei PKW, dass wars, kein Durchkommen. Ich bat Heike auszusteigen, denn ich befürchte wir müssen Rückwärts durch die Gasse, denn wenden war nicht möglich.
Plötzlich kam ein Mann aus einem der Häuser und gestikulierte, ob die PKW wegsollten, das wäre natürlich das Beste. Er holte auch noch eine Frau aus dem Nachbarhaus und sie fuhren die PKWs in eine Hofeinfahrt, so das ich vorbeikam, Gott sei Dank.
Die Frau meinte dann zur Heike, dass wir weiter oben noch mehr Probleme bekommen und sie weiß nicht, ob wir da durchkommen.
Das Problem ist, dass diese Offroad Touren meistens von Geländefahrzeugen wie Range Rover oder Jeep Wrangler gefahren werden und nicht von LKWs, die andere Abmessungen haben.
Es wurde sehr steinig und steil, es wurde auch sehr still im Führerhaus. An einer Wegegabelung blieb ich kurz stehen und ging erst einmal zu Fuß weiter, denn die Steigung mit Geröll war schon heftig. Wir fuhren weiter und irgendwann wurde der Weg auch etwas besser und es ging noch auf 1200 Meter. Nach ca. 6 KM sahen wir die Teerstraße und es wurde uns leichter ums Herz. Kurz bevor es auf die Straße ging, haben wir unser Nachtlager aufgeschlagen.
Vor lauter Aufregung und Konzentration auf die Strecke, haben wir so gut wie keine Bilder gemacht.
Der Plan war an einen kleinen See zu fahren, um dort unseren nächsten Stellplatz zu erkunden.
Als wir dort ankamen, war alles voller Autos und sogar zwei Reisebusse, es war Sonntag. Hier wollten wir nicht bleiben und so haben wir auf dem Navi nach einer alternative geschaut. Es soll noch einen See geben ca. 30 KM entfernt.
Lt. Navi soll auch eine normale Straße bis zum See führen. Nach ein paar KM kam ein schönes älteres Dorf durch die eine Kopfsteinpflasterstraße führte, die in einen Feldweg mündete. Lt. Navi waren wir richtig und der Weg war als Straße ausgewiesen. So fuhren wir 14 KM auf Feld- und Waldwegen, bis wir wieder auf eine Teerstraße gelangten.
Als wir den See erreichten, waren wir nicht die einzigen Camper, aber bei weiten kein solch Trubel wie am vorherigen See. Wir fanden zwischen zwei griechischen Vans noch einen schönen Platz für die Nacht.
Am Morgen haben wir kurz überlegt, ob wir noch eine Nacht bleiben, sind aber doch weitergefahren. Ca. 15 KM von unserem Stellplatz war der nächste Einstieg für eine Offroad Tour, die wir noch fahren wollten. Obwohl die letzten Touren durch herabhängende Äste, ziemlich viele tiefe Kratzer an der Baronin verursacht haben, sind wir die Tour gefahren. In der Beschreibung stand, auch für größere Fahrzeuge geeignet.
Der Beginn war sehr verlockend, es ging auf breiten Schotterstraßen in die Berge. Als dann eine Abzweigung kam, wurde es schon extremer. Steile Geröllauffahrten, tiefe Auswaschungen und steile Abhänge, aber zum Glück keine herunterhängenden Äste.
Wir wollten auf jeden Fall in den Bergen einen Stellplatz für die Nacht finden, was wir auf knapp 1800 Metern auch geschafft haben. Ein toller Platz mit einer herrlichen Aussicht. Wir haben sogar noch eine kleine Bergwanderung unternommen, um das Panorama noch mehr zu genießen.
Wir machen auch noch eine ungewöhnliche Endeckung, Wildpferde im Steilhang, so etwas haben wir auch noch nicht gesehen. Ich habe versucht es auf zwei drei Bildern einzufangen.
Kurzfristige Planänderung, es ziehen Gewitterwolken auf und es ist dann wahrscheinlich gefährlich, wenn sich Matsch bildet und die Auswaschungen noch größer werden, hinunterzufahren.
So entschließen wir uns aufzubrechen und die 14 KM bis zu einer festen Straße noch auf uns zu nehmen. Der Weg ist zwar vom Prinzip nicht schlecht, das Problem sind die vielen felsigen Steine und es geht einfach nicht schneller als 10 – 15 Km/h.
Nach gut einer Stunde haben wir es geschafft und fahren auf einen alten verlassenen Parkplatz abseits der Straße zum Übernachten.
Es geht erst mal weiter ans Meer nach Nafplio und es gibt vorerst mal eine Pause von Offroad Touren.
# 6 Peloponnese II
Als wir am frühen Nachmittag in Nafplio ankommen, zieht ein Gewitter auf. Wir gehen trotzdem in die Stadt und werden wie erwartet vom Regen erwischt. Wir flüchten uns in ein Café, wo wir das Schlimmste abwarten, als der Regen nachlässt, gehen wir zurück zur Baronin.
Wir stehen direkt am Hafen auf einem großen Parkplatz und sind nicht die einzigen mit Wohnmobil. Hier verkehrt anscheinend der Geldadel, es liegen Yachten im Hafen, die im mehrfachen 6stelligen Bereich liegen.
Direkt in Sichtweite liegt eine der größten privaten Yachten der Welt mit 147 Metern länge. Die Yacht wurde in Bremen gebaut und kostete ca. eine halbe Milliarde Euro. Allein die Besatzung umfasst ca. 70 Personen, ein gigantisches Teil.
Wir sind aber mit unserer Baronin zufrieden und nach einer ruhigen Nacht, geht es am nächsten Morgen zuerst in die Altstadt. Ein schönes Städtchen mit vielen Gassen und jede Mende Läden.
Auf einem Felsen liegt das Palamidi Castle und wir sind uns noch unsicher, ob wir wirklich da hochsollen. Es sind über 900 Steintreppen, die sich durch das felsige Massiv ziehen. Da wir schon einiges gelaufen sind gehen wir erst mal in ein Cafe und trinken etwas.
Wir machen es doch, 900 Stufen nach oben. Oben angekommen sind dann 20 € pro Person fällig für den Eintritt. Im Castle sind nochmals einiges an Treppen zu laufen. Wenn wir die Altstadt dazu rechnen, sind wir an diesem Tag ca. 2000 Treppenstufen hinauf und herunter gelaufen.
Am Abend sind wir ziemlich Platt und gehen zwar nochmals kurz in die Altstadt, beschließen aber den Abend lieber in der Baronin ausklingen zu lassen.
Am Morgen fahren wir weiter nach Sparta, bezw. Mystras, dort ist es sehr schwierig frei zu stehen, deshalb fahren wir einen Campingplatz an, auf dem wir zwei Nächte verbringen wollen.
Der Platz ist Rappel voll, allein eine geführte Gruppe aus Deutschland besteht aus 18 Fahrzeugen. Wir dürfen uns in eine Lücke stellen, wo die Bäume nicht ganz so tief hängen. Wir wollen Mystras erkunden, aber erst Morgen, Heute ist noch ein wenig relaxen angesagt.
Am Morgen machen wir uns auf den Weg zu den antiken Stätten, es sind knapp 2 KM bis wir am unteren Tor der antiken Stadt Mystras sind. Der Eintritt kostet wieder 20 € pro Person und auf die Frage, ob es für Rentner Ermäßigung gibt, kam die Antwort, erst im Oktober dann kostet der Eintritt nur noch 10 € pro Person.
Wir machen uns langsam auf den Weg nach oben, da es sich um eine ganze Stadt handelt, gibt es sehr viel zu sehen und ich kann nur sagen, es lohnt sich absolut. Es gibt mehrere kleine Kirchen aus dem 14. Jahrhundert und teilweise sind die Wand- und Deckenmalereien noch erhalten. Es gibt auch noch ein kleines Kloster, als wir dort ankamen, hat uns eine Klosterschwester begrüßt und zu sich ins Zimmer gebeten. Es gab sehr viele Ikonen und handgestickte Deckchen zu sehen und eine alte Nähmaschine mit Fußantrieb. Die schon sehr betagte Schwester frug uns, woher wir kommen, und bot uns in einem Teller etwas an. Zuerst dachte ich das sieht aus wie Vanillekipferl, aber es war etwas Süßes, für mich schwer definierbar, aber gut. Wir bedankten uns und besichtigten anschließend die Klosterkirche. Auf dem Rückweg winkte uns die Schwester nochmals freudig zu. Nun ging es weiter zum Palast, der durch Restaurationen noch sehr gut erhalten ist. Dort gibt es mehrere Ausstellungen und auch Filmvorträge zu sehen.
Uns steckte zwar noch das Treppensteigen in Nafpilo in den Knochen, aber wir ließen es uns nicht nehmen noch bis zum Castle hochzulaufen. Es ist sehr anstrengend, denn die meisten Wege sind mit großen Steinen gepflastert und die Stufen sind unterschiedlich hoch. Wir haben es geschafft und sind am höchsten Punkt Mystras angekommen. Es stehen dort oben zwar nur noch Ruinen, aber der Ausblick und auch die Ruinen sind sehenswert.
Langsam ging es wieder nach unten und bevor es zurück zum Campingplatz ging, haben wir uns noch was Kühles zum Trinken gegönnt. Als wir am Campingplatz ankamen, hatten wir knapp 12 KM auf der Uhr (bzw. App).
Wir waren nach dem anstrengenden Tag platt und ließen es ruhig ausklingen. Wir wollen, da es Morgen regnen soll, weiter fahren ans Meer um dort noch das eine oder andere zu sehen, wir werden berichten.
# 7 Peloponnese III
Es geht weiter zur Diros Höhle an der Westküste von Mani. Es ist eine Tropfsteinhöhle die touristisch erschlossen ist.
Wir finden ca. 500 Meter vor dem Höhleneingang einen Stellplatz direkt am Meer mit weißen großen Kieselsteinen. Wir stehen ca. 5 Meter vom Wasser entfernt und so nah standen wir glaube ich noch nie. Den Nachmittag verbringen wir vor unserer Baronin und sitzen somit direkt am Strand. Die Höhle wollen wir Morgen besuchen.
Wir machen uns gegen Mittag auf den Weg zur Höhle, bzw. Ticketschalter. Oh je, es ist Sonntag und dementsprechend viele Menschen. Wir kaufen die Tickets für die kleine Tour, komischerweise gibt es auch keine andere, zumindest ist keine angeschrieben. Wir laufen zum Höhleneingang und dort steht schon eine ganze Menschentraube. Es geht trotzdem zügig und nach ca. einer ¼ Stunde geht es hinunter. Unten stehen schon Mitarbeiter und drücken einem eine Schwimmweste in die Hand, der nächste verfrachtet immer 7 – 8 Leute in ein Ruderboot.
Los geht die Fahrt, es geht wie am Fließband und die Leute werden durchgeschleust. Nach einer ca. 15-minütigen Bootsfahrt durch die Höhle geht es dann zu Fuß weiter, der Fußweg dauert ebenfalls ca. 15 Minuten. Großartig stehenbleiben und etwas in Ruhe anschauen oder foto-grafieren ist fast unmöglich. Trotzdem ist das ganze beeindruckend, auch wenn alles im schnelldurchlauf passiert.
Wir laufen zurück an unseren Stellplatz und verbringen den Rest des Tages nochmals am Strand.
Wir wollen im Mani Gebirge noch eine Offroad Tour machen, der Ausgangspunkt liegt aber auf der anderen Seite des Mittelfingers dem Peloponnese. Dort gibt es am Strand ein Schiffswrack zu sehen das dort bereits seit 1981 liegt und langsam vor sich hin rostet. Das Schiff hieß wohl Dimitrios und hat sich damals vom Hafen bei einem starken Sturm losgerissen und ist herrenlos am Strand aufgelaufen.
Es gibt dort in der nähe einen Parkplatz, wo es auch geduldet wird, zu übernachten. Wir kommen bereits um die Mittagszeit an und sehen uns das Wrack einmal von der nähe an. Da wir noch jede Menge Zeit haben, nützen wir das Wetter aus und gehen noch eine Runde schwimmen ins Meer. So klingt der Tag aus und nach einem leckeren Essen und ein paar Spielen ist es Zeit ins Bett zu gehen.
Die Offroad Tour, die ich heruntergeladen habe, soll auch für größere Fahrzeuge geeignet sein, schaun wir mal. Es geht in Richtung Berge und wir schrauben uns langsam hoch auf ca. 1000 Meter. In einem kleinen Dorf steht ein Brunnen und wir können unsere Tanks noch vollfüllen. Die Straße ist ok, es ist nicht viel Verkehr, sonst wäre es wohl anstrengender, da die Straße ziemlich schmal ist. Die eine oder andere Ortsdurchfahrt braucht immer ein gutes Augenmaß, da es sehr eng wird und auch noch überhängende Balkone gibt.
Auf gut 1000 Metern erreichen wir das Kloster Panayia, das wir eigentlich noch besichtigen wollten, aber leider war das Tor verschlossen.
Ab dem Kloster hört die Teestraße auf und es geht auf Schotter weiter. Geplant war, dass wir am höchsten Punkt auf 1700 Meter übernachten, denn auf Google Maps sah es so aus, als wäre dort ein Schotterplatz. Leider war dem nicht so und wir fuhren wieder abwärts in der Hoffnung noch einen schönen Platz zu finden. Es wurde nichts und so haben wir beschlossen wieder ganz herunterzufahren bis ans Meer, dort sollte es einen Stellplatz geben.
Die Tour war ganz angenehm zu fahren, es ging alles ohne Allrad, es gab ein paar Auswaschungen aber nichts schlimmes.
Als wir ganz unten am Meer angekommen sind, hat sich der Stellplatz als unbrauchbar herausgestellt. So sind wir noch ca. 45 KM weiter nach Kalamata gefahren, die Hauptstadt dem Peloponnese. Nach längerem suchen, haben wir dann doch noch einen ganz schönen Platz am Meer gefunden.
Wir haben noch einen kleinen Spaziergang zum Hafen gemacht und was soll man sagen, da liegen gleich zwei der Top 10 größten Privatyachten der Welt, Beide in Deutschland gebaut.
Wir verlassen am Morgen den Stellplatz und fahren ein gutes Stück Richtung Patras, wir wollen in den nächsten Tagen dem Peloponnese verlassen. Ca. 45 KM vor Patras fahren wir in Richtung Strand, dort soll es einen schönen Stellplatz geben. Als wir ankommen, steht ein Wohnmobil und ein Auto auf dem Parkplatz. Der Stellplatz ist wirklich schön, aber wir entdecken ein Schild, dass es sich hier um ein Naturschutzgebiet handelt. Wir fragen die Camper, ob man hier überhaupt stehen darf und sie meinen, dass sie bereits drei Tage ohne Probleme hier stehen. Am frühen Abend kommen die Feuerwehr und ein Pickup mit Ranger vorbei, Beide Grüßen freundlich und nach kurzer Inspektion des Platzes, fahren sie wieder.
Wir werden wohl zwei Nächte hier stehen bleiben und die Natur genießen und dann geht es wieder nach Westgriechenland zurück.
# 8 West - Griechenland
Nachdem wir mit der Fähre von Patras angekommen sind, fuhren wir noch ca. 30 KM an der Küste entlang zu einem kleinen Dorf. Dort haben wir im Vorfeld schon einen Stellplatz in Park4Night ausgesucht und der liegt ca. 1,5 KM außerhalb des Dorfes.
Als wir ankamen, fanden wir noch eine Überraschung vor, auf dem Parkplatz stand ein 911 Kurzhauber aus der Schweiz. Natürlich kamen wir gleich ins Gespräch und haben Erfahrungen ausgetauscht. Am Nachmittag sind wir dann noch ins Örtchen Monastiraki gelaufen, aber man merkt schwer, dass die Saison vorüber ist, leere Lokale oder bereits geschlossen. Wir finden noch eins das offen hat und Trinken und Essen etwas und lassen den Tag an der Baronin ausklingen.
Am Morgen verabschieden wir uns von den Schweizern und fahren noch ca. 10 KM an der Küste entlang bis wir zu unserer nächsten Offroad Tour abbiegen. Die Tour geht ca. 66 KM in und über einen Gebirgskamm bis zu einem künstlich angelegten See, Momos Artificial Lake.
Zuerst geht es eine asphaltierte Straße auf 1400 Meter hinauf. Bei ca. 1000 Höhenmetern hört der Asphalt auf und es geht auf einer gut ausgebauten Schotterstraße weiter. Vermutlich ist die Schotterstraße deshalb so gut in Schuss, da auf dem Bergkamm mehrere Windraftanlagen stehen.
Zu früh gefreut, es geht ab auf Wald und Forstwege, die leider nicht mehr so gut sind. Es lässt sich zwar einigermaßen fahren, es gibt aber mehrere Teilstücke, die durch herabhängende Äste teilweise zum Problem werden. Unsere Baronin wurde wieder mal schwer verkratzt vor allem durch hochgewachsene Dornenbüsche. Drei bis Viermal wurde es brenzlich durch Wegabbrüche in engen Kurven. Das rechte Hinterrad sackte ein und es gab ein paar Schrecksekunden. Nach einer Serpentinenabfahrt ähnlich Stilfser Joch, nur auf Schotter und mehrmaligen rangieren in den Kehren, erreichten wir nach mehreren Stunden unser Ziel den Stausee.
Wir suchen uns einen Stellplatz für die Nacht, was gar nicht so einfach war, aber wir haben einen gefunden. Der See hat relativ wenig Wasser und nach ein wenig Recherche hat sich herausgestellt, dass es sich um ein Trinkwasserreservat für die Hauptstadt Athen handelt. Es geht eine 180 KM langes Aquädukt nach Athen.
Am nächsten Morgen lassen wir uns Zeit und es wird Mittag bis wir aufbrechen. Wir wollen wieder an einen See ca. 180 KM entfernt in Richtung Nordmazedonien. Es wird aber noch ein paar Tage dauern bis wir Griechenland verlassen.
Es zieht sich, bis wir unser Ziel erreichen, aber dafür fahren wir durch wunderschöne Landschaften. In einem Bergdorf war vor dem Ortsschild ein Verbotsschild für LKW über 10 Meter. Als wir durch den Ort fuhren, wusste ich warum, es wurde so eng und verwinkelt, dass jeder Zentimeter zählt. Am späten Nachmittag kommen wir am Plastiras Stausee an und finden einen Stellplatz hinter zwei leerstehenden Gebäuden. Es reicht für Heute und wir werden noch etwas zum Essen machen und dann bald schlafen gehen.
Am nächsten Morgen beschließen wir noch 12 KM in einen kleinen Ort oberhalb des Sees zu fahren, dort gibt es einen großen Parkplatz, wo man auch übernachten kann. Die paar Restaurants und Geschäfte, die es gibt, haben zum Großteil geschlossen. Wir finden einen kleinen Tante-Emma-Laden, wo wir ein Brot kaufen und nebenan ist ein kleines Café, wo wir uns noch einen Nescafé gönnen. Durch Zufall schaue ich nochmals, ob es keinen direkten Weg zum See gibt und ich werde fündig. In Google Maps sieht das gut aus und so fahren wir die kleine Straße zum See. Wir finden auf einer Wiese einen tollen Stellplatz und verbringen den Nachmittag vor unserer Baronin in der Sonne.
Wir fahren am nächsten Tag weiter, ich habe eine Offroad Tour gekürzt und die Waldpassagen herausgenommen. Laut Organic Maps sind es bis zur markierten Abbiegung auf einen Schotterweg, lauter normale Straßen. Nach ein paar Kilometer sagt das Navi links abbiegen, es geht zuerst eine schmale Teerstraße nach oben. Der Teer hört plötzlich auf und es geht auf Schotter weiter (war nicht geplant), es wird immer enger und die Fahrspur ist genauso breit wie unser LKW, links Berg, rechts Abgrund. Dann stehen wir vor einer Eisenbrücke mit Holzplanken bestückt, ein uraltes Schild mit 30t steht vor der Brücke. Ich muss schon rangieren, um überhaupt auf die Brücke zu gelangen und beim Überqueren merkt man jede Holzplanke. Es geht in ein Bergdorf und zum Glück parken keine Autos an der Straße, denn es passt gerade unsere Baronin durch. Nach ein paar Kilometern kommen wir wieder auf eine normale Straße, warum uns das Navi so geleitet hat, keine Ahnung.
Wir kommen auf unserem Weg durch atemberaubende Berglandschaften, wir sind in der Nähe der Meteora Felsen. Nachdem wir eine Passstraße gefahren sind, wo wir uns nicht sicher waren, ob wir überhaupt dort fahren durften, die Straße war teilweise in einem üblen Zustand. Wir kamen oben an und nun kam die gekürzte Offroad Strecke. Nichts aufregendes, aber eine tolle Landschaft, wir wollten eigentlich dort oben übernachten, aber wir fanden keine geeignete Stelle. Nach kurzer Beratschlagung sind wir dann weiter gefahren zum nächsten Ziel, Kastoria am gleichnamigen See, ca. 70 KM vor der nordmazedonischen Grenze.
Wir fahren direkt zu einem großen Parkplatz an der Promenade und hoffen, dass wir da zwei Nächte stehen können, um die Stadt anzuschauen, bevor es weiter geht.
Planänderung, gegen 7:30 Uhr klopft es an die Tür und so eine Art Ordnungsamt steht an der Tür, wir beschlagnahmen vier Parkplätze das geht nicht. Erst jetzt bemerken wir, dass wir auf einem kostenpflichtigen Parkplatz stehen, was uns am Vortag nicht auffiel, da der Parkplatz nur halb gefüllt war. Nun standen wir aber genau am Markttag hier und der Parkplatz füllte sich von Minute zu Minute mehr. Ich fuhr kurz zur an den Seitenrand und nach dem Frühstück sind wir dann zuerst zum Einkaufen gefahren und dann raus aus der Stadt. Wir werden Griechenland schon Heute verlassen und machen uns auf den Weg nach Nordmazedonien. Es geht noch einmal durch eine schöne bergige Landschaft, bis wir die Grenze erreichen. Die Ausreise geht flott und jetzt ging es zur nordmazedonischen Grenze.
Dazu im nächsten Bericht mehr.
# 9 Nordmazedonien I
Wir verlassen Griechenland im Norden und Fahren zur Grenze. Die Ausreise aus Griechenland geht ruckzuck, dann geht es weiter zur mazedonischen Grenze. Ich Reihe mich rechts ein, da auf der PKW-Spur das Dach nicht besonders hoch ist. Als wir näherkamen, kam schon eine Grenzbeamtin auf uns zu und winkte uns zu sich. Die Dame sah schon so aus, als wäre mit ihr nicht gut Kirschen essen. Pässe und grüne Versicherungskarte, dann machte sie Handzeichen, dass sie ins innere unserer Baronin will, nach kurzer Inspektion ging es wieder nach draußen. Was uns noch bei keinem Grenzübertritt passiert ist, kam dann, sie wollte das ich alle Stau-kästen am LKW öffne, um hineinzusehen. Als das auch erledigt war, durften wir einreisen.
Bei der ersten größeren Tankstelle, nachdem wir gefragt haben ob Kartenzahlung möglich ist, haben wir vollgetankt. Ich hätte nie gedacht, dass ich mich mal über einen Dieselpreis von 1,53 € freue.
Wir fuhren an den Prespasee, dort haben wir im Vorfeld einen Stellplatz in Park4Night entdeckt. Als wir dort ankamen, sah man, dass dort früher einmal eine Ferienanlage mit Strand und Cafés war, inzwischen alles sehr heruntergekommen und teilweise verfallen. Wir bleiben trotzdem und parken in der Nähe von einem Restaurant. Wir gehen erst einmal spazieren und beschließen dann ins Restaurant zum Essen zugehen, schließlich stehen wir ja auch davor.
Heike bestellt ein Kottelet und ich drei kleine Schnitzel in Tomatensoße, dazu einen Teller Pommes für uns Beide, zwei Cola und als es zum Bezahlen ging, war ich erstaunt, 14,50 € für alles. Nun muss man sagen die Gegend wirkt verlassen, aber dennoch ein äußerst günstiges Essen.
Am Morgen fahren wir weiter an den nächstgrößeren See, den Ohridsee und in die gleichnamige Stadt Ohrid. Dort gibt es die ersten Sehenswürdigkeiten zu sehen, ein altes Castle und sehr schöne alte Kirchen. Da wir bereits mittags in Ohrid eintreffen, beschließen wir die Sehenswürdigkeiten noch zu besichtigen. Wir stehen am Stadtrand auf einen Schotterparkplatz und es sind dann am ende ca. 11 km die wir zurücklegen. Es lohnt sich aber, da bereits die Altstadt sehr schön ist und die Sehenswürdigkeiten natürlich auch. In Nordmazedonien, zumindest in Ohrid, haben sie noch humane Eintrittspreise, ca. 5 € für uns Beide pro Sehenswürdigkeit.
Da der Stellplatz nicht der Attraktivste ist, fahren wir am nächsten Morgen weiter. Wir wollen Richtung Skopje und vorher noch eine Offroad Tour mitnehmen. Als der Abzweig für die Offroad Tour kam geht es zunächst auf einem Waldweg zu einem Dorf, es erübrigt sich zu sagen, dass es wieder sehr eng zuging. Nach ca. 3 Km Anstieg in Gestrüpp und vielen herabhängen Ästen, brechen wir ab, da nicht absehbar ist wie es weiter geht. Der Weg ist auch sehr eng und man muss sich auch mal eingestehen, wann genug ist. In einer Spitzkehre gab es die Gelegenheit zu drehen und wir fahren zurück. Es geht auf Nebenstraßen auf die Autobahn nach Skopje. Wir wollen zu Parkplatz unterhalb des Milleniumkreuzes das wir gerne besichtigen wollen. Mein Handynavi führt mich mal wieder in die kleinsten Gassen der Stadt und auch da ist rückwärts wieder heraus, angesagt. Aber schlussendlich sind wir am Nachmittag auf dem Parkplatz. Früher ging eine Seilbahn hoch, die ist jedoch aus Sicherheitsgründen stillgelegt worden. Jetzt muss man laufen und die 500 Höhemeter hinaufsteigen. Da es schon zu spät ist, bleiben wir auf dem Parkplatz über Nacht stehen und werden Morgen früh den Aufstieg wagen.
Wir stehen um 07:00 Uhr auf, denn wir wollen, da es Samstag ist, dem großen andrang aus dem Weg gehen. Ich muss zugeben so steil hätte ich mir das nicht vorgestellt, es geht wie ein Alpinen Weg steil nach oben. Nach eineinhalb Stunden haben wir es geschafft und laufen zuerst am Funkturm vorbei, dann weiter zum 66 Meter hohen Stahlkreuz. Das Kreuz ist ein orthodoxes und wird in der Nacht beleuchtet. Es ist von Skopje aus gut zu sehen, was im muslimischen Viertel immer wieder für Ärger sorgt. Es geht denselben Weg zurück und als wir wieder am Parkplatz ankommen, sind wir froh es geschafft zu haben.
Wir fahren noch 5 km weiter zu einer Kirche und anschließend in die Stadt Skopje. Dort gibt es noch ein paar Sehenswürdigkeiten, die wir uns dann Morgen ansehen wollen.
Es hat in der Nacht angefangen zu regnen, der bis Mittag anhielt. Als es mittags trocken wurde, haben wir uns auf den Weg in die Stadt aufgemacht. Es waren ca. 2 km zu laufen, als wir das Zentrum erreichten. Es tun sich gleich viele imposante Bauwerke auf und mehrere Nobelhotels sowie ein Prunkgebäude der Telekom. Die erste Sehenswürdigkeit liegt direkt vor uns, es ist die alte Steinbrücke über den Fluss Vardar. Es geht weiter zur Burgruine, was aber ein wenig endtäuschend war, da wie bei fast allen besonderen Stätten, nichts für den erhalt getan wird, es rottet alles vor sich hin. Wir laufen weiter zum alten Basar, es ist der zweitgrößte osmanische Basar der Welt, nach Istanbul. Es ist schon etwas besonderes, wobei man merkt, dass die Saison zu Ende ist und viele Läden geschlossen sind. Wir laufen zurück zum Zentrum und machen uns auf den Weg zur letzten Sehenswürdigkeit in Skopje, zur Kirche Heiliger Kliment von Ohrid, die größte mazedonisch-orthodoxe Kirche. Genug gelaufen und gesehen, wir treten den Rückweg zu unserem Stellplatz an und als wir ankommen, haben wir schon wieder knapp 11 km zurückgelegt.
(Bilder sind in verkehrter Reihenfolge! )
# 10 Nordmazedonien II
Wir brechen von Skopje auf zum Matka Canyon, es sind nur ca. 20 km. Wir haben extra den Sonntag noch in Skopje verbracht, dass wir an einem Wochentag zum Canyon fahren in der Hoffnung, dass nicht so viel los ist. Es war gut, dass wir früh aufgebrochen sind, denn der erste Parkplatz ist schon fast voll. Wir finden noch ein Plätzchen, auch wenn unsere Schnauze weit in die Fahrbahn hineinreicht. Wir ziehen gerade unsere Wanderschuhe an, als neben uns ein Polizeiauto fährt, der erste Gedanke, die sagen bestimmt das wir hier wegfahren müssen. Nein, der Polizist schaute aus dem Fenster und meinte „a amazing car“, wir haben noch ein paar Worte über unserer Baronin gewechselt und dann fuhren sie auch schon weiter.
Wir beschließen zu Fuss den Canyon zu erkunden, ich war der Meinung, dass es weiter hinten einen See gäbe, was sich aber als falsch herausstellte. Der Pfad ist teilweise gut in Schuss und teilweise eine Katastrophe. Wir sind jedenfalls froh, dass wir unsere guten Wanderschuhe angezogen hatten. Nach ca. 6 km kam die Stelle, wo alle Boote anlegen, dort gibt es eine Tropfsteinhöhle. Wir haben die Stelle auch erreicht, allerdings waren wir auf der verkehrten Seite und auch ca. 30 Hm über dem Wasser. Auf der anderen Seite hatte gerade ein Boot angelegt und der Bootsmann sah zu uns herüber und winkte, ob er uns holen soll. Wir winkten zurück und er setzte das Boot über, wie kommen wir nun die 30 Meter nach unten, es sind extrem steile Abhänge. Wir laufen ein stück zurück und es gibt eine Stelle, wo es schon mehrere Leute versuchten. Wir wagen es, ich muss sagen, es war schon ein wenig abenteuerlich, aber wir haben es geschafft. Nun setzte der Bootsmann wieder über und wir konnten die Tropfsteinhöhle besichtigen. Das Beste war, dass der Bootsmann auf uns wartete und wir die 6 km nicht laufen mussten, sondern mit dem Boot zurückfuhren.
Inzwischen war richtig viel los und nur wenige Leute gingen den Pfad, die meisten fuhren mit den Booten. Eigentlich wollten wir auf dem Parkplatz übernachten, aber bei dem Trubel sind wir weitergefahren.
Ich habe auf dem Navi gesehen, dass es eine Straße entlang eines Flusses gibt, die auch durch ein Naturschutzgebiet führt. Wir mussten allerdings wieder durch Skopje zurück und dann ging es in die Berge. Als das Navi uns auf eine schmale Straße führte, dachten wir erst, dass wir falsch sind, aber es war die richtige Straße. Nach ein paar Kilometern kam uns ein alter LKW entgegen, er musste dann 300 Meter zurücksetzen, bis wir eine Stelle fanden, wo wir aneinander vorbeikamen. Nach weiteren Kilometern standen wir plötzlich vor einem Tor, daneben ein großes Schild mit mehreren Uhrzeiten. Das Tor ging elektrisch auf und wir fuhren zu dem kleinen Haus, ein Mann kam heraus und machte uns klar, dass wir vor dem Tor warten müssen bis 16:00 Uhr, dann wird es aufgemacht und wir können fahren. Als das Tor dann aufging und wir losfuhren, wurde uns der Grund klar. Es kam das nächste Schild, dass die Fahrbahn 2 – 2,5 Meter breit ist und es ging eine Passstraße, die es in sich hatte ins Tal. Die Straße wird mehrmals am Tag jeweils zu bestimmten Uhrzeiten von oben nach unten, sowie von unten nach oben frei gegeben, da es keinerlei Ausweichbuchten gibt.
Als wir unten waren, schlängelte sich die Straße durch eine atemberaubende Landschaft, es war allerdings schwierig einen Stellplatz zu finden. Da es inzwischen schon nach 17:00 Uhr ist, fahren wir einen kleinen Feldweg hinein und bleiben dort für die Nacht stehen.
Es geht weiter, wir haben uns eine weitere Route durch die Berge ausgesucht. Dabei geht es in den Nationalpark Mavrovo, es geht auf 1250 Meter hoch zum Mavrovosee. Wir fahren wieder in einen Feldweg Richtung See, als wir zu einem Schild gelangten mit der Aufschrift Bärengebiet, sind wir doch lieber noch ein Stück weiter gefahren zu einem übersichtlichen Platz am See. Nach Internetrecherche soll es zwischen 160 – 180 Braunbären in diesem Nationalpark geben. Wir würden ja gerne mal einen in freier Wildbahn sehen, aber mit gebührendem Abstand. Ab und zu sieht man umgekippte Müllcontainer, aber die Bären selbst meiden in der Regel die Menschen. Wir haben eine ruhige Nacht verbracht ses hat geregnet und es hatte am Morgen nur noch 1 Grad. Beim Frühstück beschließen wir Nordmazedonien zu verlassen und weiter nach Albanien zu fahren.
Vor der Grenze tanken wir nochmals voll und machen die drei Kanister ebenfalls voll, denn der Diesel kostet in Nordmazedonien immer noch 1,53 €.
Jetzt geht’s zur Grenze und wir hoffen, dass alles reibungslos klappt.
# 11 Albanien
Die Ausreise aus Nordmazedonien läuft problemlos, ebenfalls die Einreise nach Albanien. Es werden nur die Reisepässe und die grüne Versicherungskarte kontrolliert und dann sind wir schon in Albanien.
Eigentlich wollten wir noch eine Offroad Tour machen, aber da es Gestern so kalt wurde, sollte der Weg eigentlich Richtung Meer gehen. Da aber die Sonne so lachte und es auch deutlich wärmer wurde, haben wir doch die Offroad Tour angesteuert. Auf dem Weg zum Ausgangspunkt fahren wir durch einen Canyon mit einer sagenhaften Bergwelt und einem türkisfarbenen Fluss. Nun fahren wir von der Hauptstraße ab und es geht auf Schotter und Feldwegen weiter.
Lt. Beschreibung soll der Trail ganz „easy“ sein, was sich bei weiterer Fahrt leider als falsch erwies. Wahrscheinlich sind durch starke Regenfälle Auswaschungen und Wegabbrüche dazu gekommen und wir fahren die Tour nicht komplett. Es kommt wieder zu heftigen Verschränkungen zwischen Doppelkabine und Wohnkabine. Auf einer Bergkuppe, ca. auf 1300 Meter, finden wir einen kleinen Platz, wo wir stehen können und die Nacht verbringen. Wir wollen dann am frühen Morgen wieder abfahren, es reicht fürs erste mit Offroad Touren, unser LKW ist für solche Touren einfach zu groß.
Die Nacht war turbulent, Es hatte immer wieder heftige Sturmböen, die die ganze Baronin ins Schwanken brachten.
Am Morgen haben wir lange überlegt, welche Route wir für die Abfahrt nehmen sollen. Das Navi hat eine Route vorgeschlagen, die zuerst noch ca. 1,2 km nach oben führt und dann auf der anderen Seite ins Tal führt. Da wir nicht wussten, wie diese Route aussieht, haben wir uns dafür ausgesprochen den gleichen Weg wieder zurückzunehmen. Direkt an unserem Stellplatz ging ebenfalls ein abzweigender Weg ins ungewisse, den hat das Navi gar nicht auf dem Schirm. Wir nennen es göttliche Führung, in dem Moment, als wir loswollten, kam ein Pritschenwagen von oben herab und fuhr in den Abzweig, den das Navi nicht kannte. Wir haben uns kurz angesehen und waren Beide der Meinung, dann kann dieser Weg gar nicht so schlecht sein und wir fuhren hinterher. Der Weg hinab ins Tal, war auf jeden Fall besser, wir haben halt immer das Problem mit der Breite und der Höhe, wo die kleineren Fahrzeuge den Auswaschungen ausweichen können, müssen wir heftig jonglieren, um eine geeignete Spur zu finden. Manchmal ist die Spur so eng, dass zum Abgrund nur noch ein paar Zentimeter Luft sind.
Wir haben es geschafft, nach ca. zwei Stunden sind wir unten und fahren auf die Autobahn Richtung Meer. Am frühen Nachmittag kommen wir am südlichen Küstenstreifen von Albanien an. Ich habe im Vorfeld zwei Stellplätze direkt am Meer markiert und so fahren wir den ersten an, er ist zwar nicht schlecht, aber wir fahren dann doch noch ein Stück weiter und finden einen Stellplatz, der uns besser zusagt. Dort werden wir zwei Nächte bleiben.
Wir haben immer wieder von Reisenden gehört, dass der Küstenstreifen Albaniens nicht besonders schön ist, ein Hotel nach dem anderen wird aus dem Boden gestampft und eine Baustelle nach der anderen. Das können wir bestätigen und wir denken, dass das Stück wo wir noch auf einem unbebauten Abschnitt stehen, wird in ein paar Jahren mit Hotels zugepflastert sein.
Es wird Zeit weiterzufahren, wir haben auf der Karte gesehen, dass es so eine Art Halbinsel gibt, wo es noch was zu sehen gibt. Die letzten 20 km bis zum Ziel ziehen sich, da die Straße sehr eng ist und teilweise steile Bergauffahrten zurückzulegen sind. Ich habe auf der Karte gesehen, dass ca. 1 km vor dem großen Parkplatz, eine Mautstation ist. Nach Recherche soll es aber ab Oktober nichts mehr kosten. Das ist falsch, als wir zur Mautstation kamen, mussten wir als Camper den teuersten Tarif bezahlen, 13,50 €. Wir fuhren das Stück Schotterstraße noch bis zum Parkplatz und waren überrascht, dass um diese Jahreszeit noh so viel los war.
Es gibt drei Spots auf der Halbinsel, ein schöner Strandabschnitt, eine alte Kirche und das Castle von Rodon. Fast hätte ich es vergessen, es gibt auch noch jede Menge Bunkeranlagen.
Zwischen 1972 und 1984 ließ der kommunistische Diktator Enver Hoxha in Albanien rund 170.000 bis 200.000 Betonbunker zur Abwehr befürchteter Invasionen errichten. Es gab zwar nie eine Invasion, aber die Betonklötze stehen noch überall herum.
Was erschreckend ist, egal wo man hinkommt, ob an den Spots, die wir hier angesehen haben, ob wir am Strand waren oder in den Bergen, überall gibt es ein gewaltiges Müllproblem. Es wird einfach alles in die Natur geschmissen.
Wir werden hier auf dem Parkplatz die Nacht verbringen und Morgen an die Küste unterhalb von Durres fahren.
Wieder steht ein Hotel nach dem anderen an der Küstenstraße, wir fahren noch 30 km weiter und finden einen Stellplatz neben einem Restaurant, wo wir kostenlos stehen dürfen.
Es ist noch ein schöner Ort am Strand, der noch nicht so zugebaut ist. Am Abend gehen wir noch in das Restaurant zum Abendessen und genießen das gute Essen. Auf kosten des Hauses gab es noch einen albanischen getränkten Kuchen zum Dessert.
Wir haben kurzfristig die Fähre gebucht und werden am 19.10.2026 von Durres mit der Fähre nach Bari in Italien übersetzen.
















































































































































































































































































































































































































